Gustav versteht Ostern

Gustav

Hallo, ihr Lieben,

wie immer: ein fröhliches „Krah krah“ aus meinem Glockenturm! Also, eigentlich wollten wir ja endlich wieder Kinderkirche feiern, schön in der Kirche, mit Musik, Kerzen, Geschichten, Bastelaktionen, Frühstück … Aber das wird wieder nix … Doofes Corona!!

Freunde des gepflegten Gefieders: Ich habe die Flügel gestrichen voll. Und ich verrate Euch etwas: Dem Christian geht es ganz genauso. Neulich hat er mir übrigens geholfen, etwas Glitzer aus dem Bastelkoffer auf meine neues Sonnenkäppi zu streuen (das haben Dagmar und Ines für mich gebastelt, weil doch jetzt endlich wieder die Sonne scheint!). Dabei ist allerdings etwas (also wirklich nur gaaanz wenig Glitzer!) auf seinem Pulli gelandet (nicht auf dem Talar, denn das hab ich inzwischen kapiert: Glitzer auf dem Talar, das geht nicht!). Aber Christian hat trotzdem etwas komisch geguckt … Dabei hat das sooo rabenschön ausgeschaut …

Na ja, jedenfalls wollte ich ihm eine kleine Freude machen, und auf meinem letzten Rundflug (mit Glitzerkäppi!), da hab ich am Wegesrand eine gelbe, lustige Blume gesehen und gedacht: „Die nimmst Du jetzt für Christian mit. Denn da freut er sich bestimmt.“ Gesagt, getan: Rabe im Tiefflug, Blume in den Schnabel geklemmt und ab zum Gemeindehaus …

…….

Neulich im Büro des Gemeindehaus. Christian sitzt am Schreibtisch und arbeitet.

Gustav flattert ins Büro

„Huuhuu, Christian, dreh´ bitte Schulter für Landeanflug, denn ich bin schwer bepackt, hab´ nämlich eine Überraschung für Dich.“

Christian guckt hoch, Schulter bereit für Gustavs Landemanöver, Gustav plumpst darauf und lässt die Blume aus seinem Schnabel auf den Schreibtisch fallen. …

„Hallo Gustav! Das ist ja eine Überraschung. Was hast Du denn da? Eine Osterglocke! Ist die für mich?“

„Ja, klaro, kleines Geschenk unter Freunden. Aber, ähh, wieso Osterglocke? Christian, das ist doch eine Blume, die kann doch gar nicht bimmeln wie die Glocken in unserem Kirchturm. “

„Ach, Gustav, diese Blume heißt Osterglocke, weil sie ein bisschen wie eine Glocke aussieht. Sie läutet, wenn Du so willst, den Frühling ein, und wir können uns dann auf das bevorstehende Osterfest freuen.“

Gustav schaut die Blume an, guckt Christian an, legt den Schnabel schief und hüpft ein wenig auf Christians Schulter herum.

„Aha! Ähhh … Wieso Freude? Freuen wir uns denn an Ostern? Einfach so: freuen? Warum denn?“

Christian klappt sein Laptop zu.

 „1Das ist die Jesus-Geschichte, Gustav. Die kennst Du doch!

Als Jesus gestorben war, da waren seine Freunde furchtbar traurig. Es sah ja so aus, als wäre alles, für das er gelebt hatte, umsonst gewesen. Aber das war gar nicht so.

Denn nach drei Tagen, da war das Grab, in das man ihn gelegt hatte, leer. Zuerst konnten sie das überhaupt nicht glauben. Aber dann war Jesus plötzlich wieder mitten unter ihnen. Und einer von ihnen, Thomas, der durfte ihn sogar berühren. Seitdem war alles klar: Jesus lebt!

Und das sollten natürlich alle Menschen wissen. Und so begannen sie, davon zu erzählen. Zunächst nur in ihren Dörfern. Aber bald auch an vielen anderen Orten. Wo immer sie hinkamen. Und sie bauten Kirchen. Orte, an denen sich die Freundinnen und Freunde Jesu treffen konnten, um von ihm zu hören und neue Kraft für ihr Leben zu sammeln.

Und diese Kirchen, die bekamen Glocken. Und jedes Jahr, am Ostermorgen, wurde die besonders doll geläutet. Als Zeichen der Freude. Als Dank an Gott, der Jesus und allen seinen Freunden ein neues Leben geschenkt hat. Eines, das niemals mehr vergeht.“

Gustav klappert aufgeregt mit Schnabel und Flügel und fällt dabei fast von Christians Schulter.

„Ach so ist das! Rabenstark! Weißt Du was, ich habe jetzt richtig Lust, diese Freude zu teilen und anderen Menschen auch eine Blume zu schenken. Hilfst Du mir? Ich weiß nämlich gar nicht, wo ich so viele Osterdings ...ähh, Osterglocken herbekommen kriegen soll …

Aber guck mal, da kommen Dagmar und Ines. Und jetzt hab ich eine Idee: Wir Vier können doch Blumen basteln!“

„Das machen wir, Gustav. Wir basteln Blumen, und verschenken so Freude in vielen bunten Farben.“

„Und Glitzer! Mit Glitzer! Das wird dann noch viel mehr Freude! ...Was guckst du denn jetzt so? “

„ Nichts, Gustav, alles gut Meinetwegen auch mit Glitzer.“

„Dann mal ran ans Gefieder… Gibt´s denn auch was zum Knuspern, beim Basteln, meine ich? Du weißt doch, mein kleiner Rabenmagen knurrt immer so schnell, wenn ich angestrengt arbeite.“

Christian nimmt von einem Teller etwas Kuchen und legt es Gustav ganz behutsam in den Schnabel.

„Probier mal. Das ist ein Stückchen Osterlamm. Das habe ich gestern probegebacken. Das gibt es bei uns nämlich immer zu Ostern“.

„Wieso das denn?“

 „Das Lamm erinnert uns daran, wie lieb Gott uns hat. So lieb, dass er uns das Kostbarste geschenkt hat, was er hat, sein eigenes Kind, Jesus. Dafür steht das Osterlamm. Es ist ein Zeichen des neuen Lebens und schmeckt süß, damit wir Gottes Liebe sogar schmecken können ... Wenn wir´s zu Ostern verputzen ...“

 „Boooh, Du kriegst den Schnabel nicht zu.

Die Blumen und die bunten Farben, weil das Leben frisch und leuchtend ist wie der Frühling nach einem langen grauen Winter. Das Osterbrot und die Süßigkeiten, damit wir auch beim Essen schmecken wie schön es ist, wenn es ganz anders kommt, als wir erwartet haben, weil Ostern uns sagt, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als die, die wir für wahrscheinlich halten.“

„ Das hast Du schön gesagt, Gustav.“

Gustav schlägt aufgeregt mit den Flügeln und hüpft auf Christians andere Schulter.

„ Ich weiß noch was, ich weiß noch was…vor 60.00 Jahre wurden in Afrika schon Straußeneier schon bemalt wurden. Das hat mir nämlich mal Cousin Willibald erzählt.“

„Stimmt Gustav, das Ei gilt in vielen Kulturen als Symbol der Fruchtbarkeit und entstehendes Leben. Dazu dann noch christliche Freude über die Auferstehung und…“

„Und zack! Das Ei gehört zu Ostern.“

Christian grinst. „Ja Gustav,… zack …gehört dazu“

Gustav schlägt aufgeregt mit den Flügeln und hüpft auf Christians andere Schulter.

„Sag mal, meinst Du die hatten in Afrika damals auch schon Glitzer zum Dekorieren?“

„Wohl eher nicht“

„ Macht nix, bunt gefärbte Eier sind trotzdem rabenschön. Ich freu ich jetzt richtig auf Ostern.“

Und damit ihr Euch auch alle richtig freuen könnt, gibt es hier noch die Bastelanleitung für unsere Osterblumen und das Rezept für ein Osterlamm.

 

 

Einfaches Osterlamm

100g Butter
160g Zucker
2 TL Zucker (Zitronenzucker)
2 TL Vanillezucker
1 Prise(n) Salz
3 Eier
230ml Milch
240g Mehl
100g Stärkemehl
12g Backpulver
Fett, für die Formen
Mehl, für die Formen

Backformen fetten und ein mehlen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Butter mit Zucker, Zitronenzucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren, Eier nach und nach unterrühren. Gesiebtes Mehl und Stärkemehl mit Backpulver mischen und zusammen mit der Milch unter den Teig rühren.
Teig auf zwei Formen verteilen und auf der unteren Schiene in ca. 45 Minuten (Stäbchenprobe) backen. Vorsichtig aus der Form lösen und abkühlen lassen.
Nach Belieben verzieren oder einfach nur mit Puderzucker bestäuben.

Frühlingsblumen basteln

Material:

  1. Bleistift
  2. Schere
  3. buntes Papier
  4. Plastikstab oder Schaschlikspieß
  5. Klebstoff

Mit dem Bleistift werden jeweils zwei identische Blüten und zwei identische Blätter vorgezeichnet. Dann alles ausschneiden.
Jeweils ein Teil des Paares mit Klebstoff bestreichen.
Den Stab mittig auf die Blüte und das Blatt legen und mit dem jeweiligen Gegenstück verkleben. Die Blüten nun nach Belieben verzieren, zum Beispiel mit Glitzer.

Euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Euer Gustav

Gustav und seine Pfarrer

 

„Krah krah“ aus meinem Glockenturm…

Freunde des gepflegten Gefieders, habt ihr es gesehen? Das Bild von unserem neuen Presbyterium… rabenstark! (wenn nicht, dann hier)

Aber ähhh,… wo bleib ich denn, bitte schön ? Da haben wir nun  Fotos von unseren Pfarrern und von unseren Presbytern auf der Homepage und ich, Rabe Gustav, seines Zeichens Kirchenrabe mit eigenem Briefkasten,  in beratender Funktion, immer und überall zur Stelle ist, was ist mit mir ?

Das ist doch zum Flügel raufen… Deshalb habe ich mir mal gleich mal meinen Freund Ralf geschnappt … und tatatataaaa, nun gibt es eine mindestens ebenso schöne Fotocollage von mir, dem Sacha, dem Geert und dem Christian.

So, dass musste mal gekräht vwerden!

Rabe Gustav zu Corona & Co.

Hallo, liebe Gemeinde!

„Krah, krah“ aus meinem Glockenturm, dieses Mal aber besonders laut und kräftig und natürlich wie immer wunderschön, weil, naja: Gottesdienste ausgesetzt wegen Corona, das Gemeindehaus geschlossen! Also ehrlich, Freunde des gepflegten Gefieders, so etwas hab´ ich noch nicht erlebt. Und ich konnte noch nicht einmal auf meinen zweiten Lieblingsplatz, Christians Schulter, flattern, mich dort ankuscheln und ihn fragen, was denn da jetzt gerade so alles passiert?

Hygienemaßnahmen, Händewaschen, Abstand halten… Schon blöd, wo ich doch so gerne kuschele! Da hab´ ich mich mächtig alleine gefühlt und war auch irgendwie traurig. Aber Christian hat das sofort gemerkt. Gemeinsam mit Sacha, Geert und dem Presbyterium hat er mich lieb angegrinst und wir haben alle wild mit den Flügeln geschlagen ... ähhh, gewunken!

Susanne und Ursula haben mir später noch ein Stück Kuchen und einen Keks hingelegt, und Sabine hat noch eine Serviette dazu gepackt, damit ich meine wunderschönen, blauen Federn nicht schmutzig mache…

Ja, Freunde des gepflegten Gefieders, so ist das hier in Zion, wir helfen uns gegenseitig und lassen uns nicht hängen! Alles, was jetzt ausfällt, wird halt verschoben und nachgeholt. Und dann wird es nochmal so schön! Oder, wie meine Freundin Dagmar immer sagt: „Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht zu Ende.“

Ja, nee, ist schon klar, aber was machen wir bis dahin? Petra und Regina haben auch etwas ratlos geguckt. Ich meine, „Netzwerk der kleinen Hilfen“ ist eine tolle Idee. Ich werde auch ganz fleißig mithelfen, überall da, wo rabenstarke Hilfe gebraucht wird. Ich kann ja unheimlich gut Kekse und Würstchen in meinem Schnabel transportieren. Gesangbuch und Bibel geht selbstkrähend auch, nur eben nicht gleichzeitig. Ist einfach zu schwer! Kaffee geht auch nicht, tut mir unheimlich leid für Ines, aber Christian hat gesagt, da würde er sich drum kümmern! Und sonst? Wie gut, dass ihr alle euren kleinen, blauen blitzgescheiten Kirchenraben, euren Gustav habt! Hier meine ultimativen Vorschläge zur Corona-Krise!

Liebe Kinder, dreht den Spieß doch einmal um. Bringt euren Eltern etwas bei… Aufgepasst: Unser schönes „Vater unser mit Gesten“, setzt euch hin, zeigt es euren Eltern, und die müssen solange üben, bis sie es fehlerfrei können. Und wenn wir wieder Gottesdienst feiern, dann alle zusammen! Sacha kennt das mit den Gesten ja auch noch nicht so gut, der wird mächtig staunen!

Liebe Jumis und KUs, nehmt Euch einen Würfel, denkt euch zu jeder Zahl ein Symbol aus (Glockenturm, Sonnenbrille, Hängematte, was ihr mögt), schnappt euch eure Familien, jeder würfelt 4 mal und erzählt dann eine Geschichte, in der diese Symbole vorkommen! Beim nächsten KU machen wir das dann mit Begriffen aus der Bibel, und Christian muss dann die Geschichte erzählen…

Liebe Erwachsenen, ob alt oder jung. Rabenegal! Jeder von euch hat schon einmal in seinem Leben eine Situation erlebt, die nicht rabenlustig, sondern traurig war, so traurig, dass man gar nicht mehr mit den Flügeln schlagen konnte… Setzt Euch zusammen, nehmt ein Blatt Papier, erzählt eure Geschichten. Und dann malt ihr gemeinsam einen großen, bunten Regenbogen. Hängt das Bild auf und denkt beim Betrachten daran: Für Gottes Liebe zu uns Menschen gibt es ein wunderbares Zeichen, nämlich den Regenbogen.

„Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt, der soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“ (1. Mose 9,13)

Ähm, also, das mit dem Mose, das hat mir übrigens der Geert verraten (Danke!).

Bis die Tage, passt schön auf euch auf und bleibt gesund!
Euer Gustav

Kontakt

Presbyterium
presbyterium(at)zionskirche.com

Vorsitzender des Presbyteriums
Pfr. Sacha Sommershof
sacha.sommershof(at)ekvw.de


Pfarrer
Sacha Sommershof – 02532 - 391 99 60
Prof. Dr. Christian Peters – 0251 - 40776
Dr. Geert Franzenburg - 0251 - 92 26 68 45

Zions HELPLINE - 01512 0740386

Das Gemeindebüro

Das Gemeindebüro wird von
Ursula Wuntke betreut.

Mo   09.30-12.30 Uhr
Di    14.00-17.00 Uhr
Do   08.30-12.30 Uhr
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48157 Münster
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